Sie brauchen ein Trauma? Kein Problem. Hier in der geriatrischen Abteilung des Klinikums Vest gibt's eins. Und das sogar mit Zertifikat! Seit dem seit 24.06.2014 gilt die Klinik als geeignet für Diabetiker. Und einen Patientenfick sogar kostenlos dazu. Lesen Sie hier, was für hanebüchene Geschichten ich in diesem Krankenhaus am Rande der Stadt einmal erlebt habe, so dass ich nach der Entlassung so richtig den Kanal voll hatte.

Es fragt sich dann natürlich schon, welchen sie geistig-sittlichen Nährwert so ein Zertifikat hat. Im Falle der Knappschaft scheinen sie es wohl nebenan auf der (Palm- oder Cranger)Kirmes geschossen zu haben, bei der genossenen Kompetenz. Und wozu sollte ein Arzt sich eigentlich um so ein Zertifikat bemühen? Wenn ich an meinen Diabetologen denke, erscheint mir das unsinnig. Seine Praxis brummt wie Hulle, und trotz Termin muss man manchmal bis zu anderthalb Stunden warten. Bei ihm stapeln sich die Kranken sozusagen. Für ihn wären doch die 200,00 €, die so ein Zertifikat kostet, echt rausgeschmissenes Geld.

Überhaupt fragt man sich manchmal, wofür Ärzte eigentlich ihr Geld bekommen, so wie sie mitunter am Patienten herumpfuschen. Die ganze Malaise mit dem linken Fuß ist ja erst dadurch entstanden, dass ich mir falsch die Hornhaut entfernt hatte und dadurch mir eine Wunde zugefügt hatte, die partout nicht heilen wollte. Als ich nach einem halben Jahr zum Chirurgen Dr. Carsten Schumacher ging (das war nämlich der nächst gelegene Arzt, der mir einfiel) war er auch erstmal sehr erstaunt und verband ihn, in dem es nur abpolsterte. Ich erzählte ihm (dummerweise) von meinem Diabetes, und er bat mich, doch einmal eine Einstellung vornehmen zu lassen. Das tat ich dann auch und vom 19. bis 22. August begab ich mich ins Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen (neudeutsch: Klinikum Vest), denn das liegt am nächsten.

Das ganze Ungemach fing schon am Tag der Aufnahme an. Kurz vor zehn meldete ich mich - wie verabredet - auf der Station, dort angekommen, schickte man mich wieder unter erstmal zur Anmeldung. Das dauerte dann auch, so dass ich gut nach einer halben Stunden wieder auf der Station oben war. Dort nahmen sich die Pfleger meiner an.

Anschließend fand das übliche Aufnahmeprocedere statt (mit den Daten, die meisten waren schon auf der Gesundheitskarte eingetragen. Später kam nochmal ein anderer Arzt eine andere Abteilung, und ich musste die ganzen Fragen noch einmal beantworten. Das empfand ich als sehr lästig, weil überflüssig. An diesem Nachmittag wurde (sehr beliebt) nur der Blutdruck gemessen und eine Blutprobe entnommen. Ansonsten lag ich auch den ganzen Nachmittag nur herum, und es passierte nichts. Aber auch überhaupt nichts.

Irgendwann mal beschwerte ich mich und fragte mal bei der Stationsleitung nach, wann denn wohl mal ein Arzt sich um mich zu kümmern gedenke. Ich hatte den Eindruck, man hatte mich vergessen. Zudem ich war ich auch nicht erfreut darüber, dass man mir eine Injektionskanüle eingesetzt hatte, um mir erst zwei Stunden später, eine Infusion zu geben. Ein paar Minuten später kam auch schon sofort der Oberarzt der Station und beschwichtigte mich, indem er Abhilfe versprach. Aber da war ich schon richtig angefressen von dieser Standardbehandlung, denn ich ahnte schon, in was für einem organisatorischen Scheißhaus/Bumsbude ich hier gelandet war. Zu dieser "Standardbehandlung" gehört übrigens wohl auch das Nichterkennen eines Charcotfußes, der Anfang 2017 bei mir festgestellt wurde. Eine Fußuntersuchung fand damals jedenfalls nicht statt und war auch wohl nicht vorgesehen.

Ich sollte Recht behalten. Am nächsten Tag kam freudestrahlend ein Pfleger zu mir, und erklärte mir, ich habe einen Termin bei einem Augenarzt in Recklinghausen zur Diabeteskontrolle. Ich schaute ihn erstaunt an und fragte, was dieser Unsinn solle, denn just zu diesem Augenarzt ging ich regelmäßig zur Diabetes-Kontrolluntersuchung. Er hatte mir auch schon zwei Termine gegeben für den Einsatz von künstlichen Linsen, denn ein graue Star wurde bei mir auch noch festgestellt. Der hatte sich allerdings unabhängig vom Diabetes entwickelt.

Die Operationen verliefen übrigens ohne Komplikationen. Ebenso wie die Einsetzung eines Zahnimplantats im Jahr 2011. Nach der damaligen OP, die ungefähr drei Stunden dauerte, bekam der Freund meiner Mutter eine Nierenkolik und brauchte das Iboprofen, das der Arzt mir verschrieben hatte. Klar, kriegte er natürlich. Ich hatte während der ganzen Operation keine Schmerzen.

Sie können sich vorstellen, wie ich auf 180 war. Denn das hätte man natürlich auch schon gleich bei der Anamnese feststellen können. Es stellte sich dann wohl raus, dass die Ärzte dafür keinen Plan B hatten. Es wurde lediglich nochmal ein EKG gemacht und den ganzen Tag über passierte wieder mal nichts.

Am zweiten Tag im Krankenhaus wollte ich duschen. Um meinen Verband nicht zu durchnässen, bat ich um Hilfe und eine Schwester gab mir einen Schutzschuh aus Plastik, ähnlich wie ein Müllbeutel und Leukoplast zum Abkleben. Die Duschkabine war sehr eng, und der Verband wurde ziemlich trotzdem ziemlich schnell nass. Irgendwie war keine Schere zu Hand, so dass ich noch einmal nach der Schwester rief. Da ich mich hilflos fühlte und es in der Kabine unbequem war, krabbelte ich wieder in mein Bett, derweil das Zimmer relativ nass war, was mir wiederum relativ egal war. Da ja keine Schwester, die mein Hilferuf hören konnte, zugegen war, war es halt so. Irgendwie kommt das davon, wenn man am falschen Ende spart ...


Was bringt den Doktor um sein Brot?
a) Die Gesundheit, b) der Tod.
Drum hält der Arzt, auf dass er lebe,
uns zwischen beiden in der Schwebe.

Eugen Roth


Da der Verband aber durchnässt war, bat ich um neues Material und zeigte einer Schwester den Fuß, Sie rief daraufhin Ärzte zu Hilfe. Im Anschluss kamen drei oder vier Doctores, inklusive Oberarzt Dr. Irfan Vardarli, um sich die Wunde anzusehen. Ärzte, die gar nicht gerufen habe, denn ich wollte den Fuß ja nur selbst verbinden nach dem Duschen. Ging aber nicht. Und auf der Station war niemand zu sehen. Irgendwas, ich weiß nicht mehr was, lief beim Duschen schief, denn der Verband wurde nass. Als ich die Schwester rief und um Verbandsmaterial bat, brachte sie gleich den Oberarzt und einen Assistenzarzt mit. Beide wollten sich meinen Fuß ansehen. Dabei rief ich nur nach der Schwester, um mir den Fuß, der selbst durchnässt war, wieder neu zu verbinden. Dazu kam es aber nicht.


"Krankenhäuser, Gefängnisse und Nutten: das sind die Universitäten des Lebens. An denen habe ich mehrere akademische Grade erworben. Fast jeder kommt als Genie auf die Welt und wird als Idiot begraben."

Charles Bukowski


Das passierte etwa um 7:30 Uhr, und um 9:00 Uhr hatte ich einen Termin für die Anlage eines Langzeit-EKG (nennt man das so?). Lange Rede kurzer Sinn: Em Ende standen mittlerweile vier Ärzte, die ich nicht gerufen hatte, um mich herum und diskutierten lang und breit, und ich konnte nicht duschen. Die Doktoren starrten mich so an, als hielten sie mich für zu blöd mit Verband und Pflaster umzugehen, und die Wunde selbst behelfsmäßig zu versorgen, bis der behandelnde Arzt, Dr. Schumacher, sie sich wieder ansieht. Eine Frechheit, so ein Verhalten. Am Ende der Prozedur blieb ich ungeduscht, und musste mit dem Gerät, das man mir um den Hals hängte, 24 Stunden lang herumlaufen.

Sie können sich vorstellen, dass ich mich über dieses Verhalten der Ärzte sehr erbost war und fluchte wie ein Rohrspatz. Ich habe deren Hilfe schließlich nicht gerufen, da ich ja schon wegen des Fußes bei Dr. Schumacher im Behandlung war, und ich ihm damals (noch) vertraut. Da wollte ich ihn nicht bloßstellen, und die Sache anderen Ärzten übergeben. Sicher, sie taten es wohl nur aus Fürsorglichkeit, doch ihr Verhalten erinnerte mich an das von Helikoptermüttern, die man Angst haben, wenn ihrem Kind etwas passiert. Doch Blessuren und kleine Schrammen gehören nun einmal zu Leben. Und am Ende fühlte ich mich, als hielten sie mich für unfähig, so eine kleine Wunde selbst zu versorgen.

Schade, dass wir in Deutschland so ein liberales Waffengesetz haben, denke ich mir in solchen Fällen immer wieder. Denn dann könnte man all die Patientenficker, die hierzulande frei rumlaufen, über den Haufen schießen, auf den sie eigentlich gehören.

Beispielanzeige

Abends machte ich dann auch noch eine nette Erfahrung mit Unterzuckerung, denn ich spritzte mir in der Aufregung das mir verordnete Langzeitinsulin zweimal. Der Wert lag danach bei 44. Das war ganz schön spaßig. Fieberanfälle, Zuckungen und das ganze in den Lehrbüchern beschriebene Programm erlebt. Nach einigen Portionen Süßem ging es mir danach wieder besser. Im übrigen möchte ich betonen, dass das Pflegepersonal auch hier sehr nett und sehr aufmerksam war und ich diesbezüglich keinen Grund zur Beanstandung hatte. Netterweise haben sie auch das Bier, das ich vorsichtshalber selber mitgebracht habe, in den Kühlschrank gestellt. Danke dafür.

Auch sonst gab war der Aufenthalt in der Knappschaft nicht gerade angenehm, und ich war am Ende heilfroh, dass ich aus dieser Bude raus war. Zwar wollte mich der Oberarzt Irfan Vardarli noch übers Wochenende festhalten, aber von einer Bekannten wusste ich, dass am Wochenende in Krankenhäusern sowieso nichts passiert, und man ohnehin nur untätig rumliegt. Daran konnte auch der Psychologe nichts ändern, den man mir schickte, um mich umzustimmen. Reisende solle man halt ziehen lassen. So entließ ich mich selbst. Am Nachmittag kam eine Freundin vorbei, und ich habe mir tierisch einen gesoffen, denn ich brauchte einfach nach diesem zweifelhaftem Vergnügen Alkohol, den man im Haus ja nicht bekam und der ja auch schon restriktiv behandelt wurde. Ich habe dieses Verbot aber umgangen, indem ich mich mit einem 75jährigen Patienten angefreundet hatte, und wir saßen abends immer im draußen vor dem Eingang und tranken zusammen ein Feierabendbier. Dabei kam ich mir vor wie ein Schuljunge, der etwas Verbotenes getan hatte. Jedenfalls genoss ich das sehr.

Wer sollte einem freien und mündigen Patienten eigentlich den Genuss von Alkohol verbieten? Das darf doch wohl nur eine Vormund, ein Richter oder ein Gefängnisdirektor. Alles andere wäre anmaßend, und eine Art Freiheitsberaubung. Im übrigen verweise ich darauf, dass Alkohol zur Grundlage der christlich abendländischen Kultur gehört. Wenn also Ärzte anfangen, dem Patienten den Alkoholgenuss zu verbieten, ist das ja sozusagen der Beginn der Islamisierung des Gesundheitswesens, und da sollte man sich auch gegen die Anfänge wehren.

Was ich sagen wollte: Abgesehen davon, dass man von den Ärzten des Klinikums Vest wie ein unmündiger Schuljunge behandelt wurde, wurde auch im Krankenhaus gepfuscht und der Patient schamlos abgezockt.

Denn erst im Nachhinein fiel mir auf, dass mir einfach nur ein Vorfußentlastungsschuh hätte verschrieben werden müssen. Den gibt es schon ab 40,00 Euro. Doch was taten die Doctores in der Knappschaft? Sie verschrieben mir (nur) einen Verbandsschuh und verordneten mir Krücken. Die Krücken indes habe ich hinterher nie benutzt, weil sie mir das Gefühl der Immobilität und Hilflosigkeit vermittelten. Denn ich konnte mich schwer an die Vorstellung gewöhnen, damit zu hantieren. Zumal man bei den kurzen Wegen im Haushalt fixer ohne diese Gehstöcke ist. Und zudem muss man ja immer was hier und dahin transportieren, was die Sache auch noch verkompliziert hätte.

Außerdem hätten sie das Problem mit der Wunde wohl nicht gelöst. Dagegen hätte meiner Meinung nach ein Vorfußentlastungsschuh den entscheidenden Vorteil, dass er (wie der Name schon sagt) den Vorfuß entlastet, so dass man quasi nur leicht abgerollt geht/abrollt und die Belastungsstelle am großen Zeh, an der ich mir die Wunde zugezogen hatte, entlastet und schont. Der erwies sich allerdings nach der OP im Elisabeth Krankenhaus als äußerst nützlich, da ich Dank ihm Auto fahren konnte und somit nach knapp vier Monaten schon wieder mobil war. Aber wer denkt in so einem Fall schon so weit voraus? Ich jedenfalls nicht. Noch besser wäre bei meinem - damals nicht diagnostizierten - Charcotfuß wohl eine Orthese gewesen Kosten: ca. 200,00 €.

2.985,95 Euro netto erhielt das Knappschaftskrankenhaus für diese drei Tage. Ich muss ja zugeben, dass, als ich diese Beträge gehört habe, die dem Krankenhaus von  meiner Krankenkasse überwiesen wurde, mich fast der Schlag getroffen hätte. "Das sind ja Puffpreise!". dachte ich bei mir. Neben dem handwerklichen Unzulänglichkeiten, stand da auch der Service in keiner Relation dazu. Ich denke, für einen Tagessatz von rund 700,00 € hätte das Essen und die Verpflegung doch einige Klassen besser sein müssen. Steaks, Hummer, oder auch ein ordentlicher Wein sollten bei diesem Betrag eigentlich zum Standard gehören. In der Hotellerie kriegt man wohl für das Geld wohl eine Suite in einem 5-Sterne Haus. Davon konnte in der Knappschaft und in den anderen Recklinghäuser Hospitälern davon keine Rede rein. Es war eher Jugendherbergsstandard,  sodass die Komplettbehandlung nicht teurer als 500,00 € hätte sein dürfen.

Und es ärgert mich auch im Nachhinein, dass man für das Geld auch noch den Internetzugang und oder Fernsehen extra Telefonanschluss extra bezahlen muss das ist schlicht und ergreifend in meinen Augen. Abzocke übelster Sorte. Hätte man nicht mal vorher gefragt, so hätte so hätte dieser Rechnung nicht zugestimmt. Doch mich fragte ja keiner. Warum eigentlich nicht? Beim Hausbau oder in der Werkstatt muss der Kunde ja auch immer die Rechnung gegenzeichnen bzw. den Betrag freigeben, denn sonst bekommt der Dienstleister kein Geld. Warum ist das nicht auch im Gesundheitswesen so? Dann würde auch erheblich mehr Transparenz herrschen und die Patienten hätten auch ein Interesse, die Kosten niedrig zu halten. Meine Krankenkasse war übrigens die Erste, die für 2016 eine Erhöhung des Zusatzbeitrags für die Versicherten ankündigte und diese dann auch erhöhten - wegen gestiegener Kosten im Gesundheitswesen. "Ha, ha", sag ich da nur. Ein schlechter Scherz.

Im Nachhinein frage ich mich, wofür die Ärzte eigentlich bezahlt werden, und was sie manchmal im Kopf haben - wenn sie denn was drin haben Und sie nur deswegen tragen, damit es nicht rein regnet. Es war schon immer das Problem das ich auf diese wunde Stelle auftrat, wie man anhand des Fotos sehen konnte. Ich konnte mich halt nur nicht artikulieren. Eine andere Frage ist, ob ich das eigentlich bräuchte? Denn es gibt ja doch Experten, die kriegen Geld dafür, dass sie dem Patienten helfen. Haben sie aber - wie in meinem Fall - nichts getan, kann man mit Fug und Recht von einem Ärztepfusch reden. Ich schreibe das einfach nur auf, damit die Krankenkasse auch mal an der Stelle nachforscht und auch über mögliche Regressansprüche nachdenkt und ex post an das Klinikum Vest und den ratgebenden Arzt, den Chirurgen Carsten Schumacher, herantritt.

Nach knapp drei Monaten hatte sich zwar der Diabeteswert gesenkt, und ich hatte weniger Durst auch weniger Zahnfleischbluten. Immerhin. Dafür wurde ich aber adipös, da ich im gleichen Zeitraum knapp 15 Kilo zunahm. Und mein Ärztehass hat sich auch manifestiert. Zumindest entwickle ich auch immer mehr Anpassungsstörungen … Das kommt übrigens davon, wenn eine Unterhopfung als Folge von schlechtem Service auftritt. Rasche Behandlung durch Gerstensaft wirkt da Wunder - bei mir jedenfalls. Eine Bekannte kam zufällig am Freitag vor Rosenmontag 2017 mit Schüttelfrost in die Knappschaft. Auch sie war entäuscht und verärgert und fühlte sich schlecht versorgt und irgendwie auch nur abgestellt und geparkt. Alaaf und Helau sag ich da nur. Eine Empfehlung war das nicht. Man darf halt nicht viel erwarten, man auch nicht enttäuscht.

Übrigens, Bankräuber müssen härter für ihr Geld arbeiten. Als ich meiner Fußpflegerin von diesen Erlebnissen berichtete, sagte sie, sie würde sich in keinem Recklinghäuser Krankenhaus behandeln lassen.

Sehr überrascht war ich übrigens, als die Dame von meiner Krankenkasse, bei der ich mich nach den Summen erkundigte, mich erstaunt fragte, wozu ich das denn alles wissen wolle. Das zahle doch ohnehin alles die Kasse. Ich hoffe einmal, die Kasse schaltet in diesem Fall den medizinischen Dienst ein und holt sich eine fachliche Beurteilung der ärtlichen Arbeit. Und überweist mir anstandshalber die Hälfte der Regressforderung als Prämie. Denn ich finde, das Mitglied sollte seine Mitarbeit auch entsprechend finanziell honoriert bekommen. Denn sonst kriegen wir ja gleich Zustände wie bei den Geissens, denn da wird ja auch rumgeaast wie auf Teufel komm raus.

Hatte ich da vielleicht Ganoven bei der Arbeit gestört? Jedenfalls waren sie sehr misstrauisch darüber, dass ich Zahlen verlangt habe. Warum eigentlich? Bei einer KFZ- oder sonstigen Versicherung ist es auch kein Problem, nachzuhaken, wofür die Versicherung was bezahlt hat. Das gehört doch einfach zum Service. Es könnte sich bei so einer Antwort der Eindruck aufdrängen, die Krankenkasse stecken  mit dem Krankenhäusern unter einer Decke und machen zu Lasten der Versicherten Geschäfte, und der Patient, der Transparenz wünscht, stört nur.

Da ich mich irgendwie mit Händen und Füßen gegen diesen Verbandsschuh und die Krücken wehrte , benutzte ich sie auch nicht. Zudem hatten sie den Nachteil, dass sie mir quasi von Patientenfickern verordnet wurden. Und wenn diese Ärzte sozusagen schon mein Vertrauen verloren hatten, so ist es auch mit der Medikation durch diese schwierig. Ähnliches dachte ich auch, als ich einige Wochen später vom Chirurgen Dr. Schumacher nach Herne zu Fußambulanz überwiesen wurde. Dadurch fragte ich mich natürlich erst recht, was ist denn da überhaupt im Krankenhaus gemacht wurde bei diesen Experten. Denn dort ging ich daher auch nicht hin, weil ich ja dadurch wieder die Rennereien hatte und mindestens ein Tag dabei drauf gehen würde, und irgendwie fand ich, hatte ich auch was Besseres zu tun, als in einem womöglich muffigen Spital herum zu hängen. Und so nahm das Unglück seinen Lauf, dass ich auf dem Außenrist gelaufen bin, um eine Entlastung zu erzeugen. Dadurch habe ich natürlich den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben. Angesichts dieser Verkettung von Umständen fragt sich natürlich, wer schuld ist. Ich sage: Hätten die Ärzte kompetenter, professioneller und uns patientenorientierter agiert, wäre das alles nicht passiert. Was meinen Sie?

Auch auf den Zusammenhang zwischen Diabetes und Schlafapnoe als dessen mögliche Ursache wiesen sie mich nicht hin, obwohl sie es hätten wissen können/müssen. Diese Apnoe wurde bei mir im Dezember 2018 festgestellt, als die Diabetes-Symptome wie Depression Antriebslosigkeit, Müdigkeit andauerten, und ich selbst auf das Thema kam. Rund 20 Ärzte, bei denen ich in den Letzten fünf Jahren in Behandlung war und die von meinem Diabetes wussten, sagten mir nichts. Darunter waren auch renommierte und niedergelassene Diabetologen, Fußambulanzen, HNO-Experten und Pneumologen. Alles Schnarchnasen und Penntüten, sag ich nur. 


"Nie wird es mich reuen, der Wahrheit und dem Recht den Mund geliehen zu haben. Bringt mich nur durch rohe Gewalt zum Schweigen! Recht bleibt Recht! Vor dem Stuhle des Richters, der euch einst fordert, werdet Ihr mich hören müssen!"

Gustav Heinemann


Ich selbst treffe mittlerweile immer mehr Menschen, die von der Knappschaft ähnlich die Nase voll haben und davon abraten. Leider trauen sie noch nicht, sich auch öffentlich zu offenbaren, um diesen Patienten- oder besser (Mecker-)Ziegenfickern das Handwerk zu legen.

Kritische Patienten sind überdies notwendig für einen reibungslosen Ablauf hierzulande. Denn wenn alle Menschen nur Schnecken wären und kriechen und in einem solchen Tempo arbeiten würden, würde ja ein gewisser "Islahmismus" hier in Deutschland überhand nehmen und Korruption und Stillstand eintreten. Wollen wir das, oder hätten wir nicht lieber eine prompte Bedienung?

Durch die WDR-Dokumentation "Patientenabzocke - Wohin geht das Geld im Gesundheitssystem?" (ab Min. 11:45: Interview mit TK)", fühle ich mich in meiner Kritik bestätigt. Sie entstand nach, aber nicht aufgrund dieser Aufzeichnungen und bringt meine Vorahnungen und Vermutungen sehr gut auf den Punkt. Zumindest ist danach der Vorwurf "Ganoven" nicht so ganz weit hergeholt. Ich muss da wohl bei der Knappschaft, die aufgrund dieses Artikels Strafanzeige gegen mich stellte, unbeabichtigterweise einen Nerv getroffen haben. Sie findet es wohl gar nicht gut, dass sie nun unter www.patientenficker.de erreichbar sind und die Öffentlichkeit über ihre Methoden inormiert wird.

Ein gegen mich angestrengtes Strafverfahren wegen Beleidigung wurde übrigens eingestellt, was dem Geschäftsführer des Klinikums Vest, Peter Huthmacher, wohl gegen die Hutschnur gehen dürfte.

Man kann für Herrn Hutmacher indes nur hoffen, dass er ein Opfer der Versicherungen ist. Denn oftmals nötigen die Haftpflichtversicherer ihre Kunden, wie etwa die Dienstleister im medizinischen Bereich, jegliche Verantwortung von sich zu weisen, da sie sonst den Versicherungsschutz verlieren. Aber auch für solche Sachen gibt es Hilfe und hier kann auch Diskretion vorausgesetzt werden um die Sache gütlich und schnellstmöglich zur Zufriedenheit der Opfer erledigen.

Mehr über Ziegenficker.

Herr H. sollte sich übrigens eine Brille besorgen. Denn er hat den Sachverhalt verdreht, da sich über die Bezeichung "Ganoven" höchstens meine Krankenkasse mokieren könnte. Dieses Vorgehen nennt man einen Sachverhalt "klittern". (Neudeusch  Das hört sich zwar so ähnlich an, hat aber nichts mit Klitoris zutun. Womit man irgendwie wieder beim Thema wäre. Denn wer die Wahrheit fickt (oder besser gesagt: alternative Fakten präsentiert), dem ist noch mehr zuzutrauen. Also: Vorsicht vor Hutmachern! Die könnten ein paar Leichen im Keller haben. Zumindest aber Therapiebedarf.


"Was wolltest du mit dem Dolche? sprich!"
Entgegnet ihm finster der Wüterich.
"Die Stadt vom Tyrannen befreien!"
"Das sollst du am Kreuze bereuen."

Friedrich Schiller, (Deutscher Leitkultureller), "Die Bürgschaft"